Martin Kessel-Aphorismen

Martin Kessel
Martin Kessel
deutscher Schriftsteller (1901 - 1990)

Auf das Glück warten, kann man nicht.
Das Glück ist da oder nicht.
Es fragt sich nur, worin man es findet.

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Der Verstand erfasst, wie etwas gewollt,
das Herz vernimmt, wie etwas gemeint ist.

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Das Schicksal ist eine Probe auf die Standhaftigkeit
unsererer Sehnsüchte und Wünsche.

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Jeder Mensch wird als Zwillling geboren:
als der, der er ist, und als der, für den er sich hält.

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Willst du wissen, woraus die Menschheit besteht?
Aus denen, die sich nicht um dich kümmern.

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Zitate sind entwurzelte Größen.





  Martin Kessel-Aphorismen


Wer gar nichts zu sagen hat, macht immer die meisten Worte.

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Zur Einkehr ist es nie zu spät. -
Das behaupten auch die Bezechten.

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Es gibt nicht so viel Räder,
wie Leute, die darunter geraten.

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Ums dicke Ende kommt keiner herum,
ob er nun von vorn anfängt oder schlauerweise von hinten.

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Wer sich gezwungen sieht, mit den Wölfen zu heulen, mag sich in reinster Notwehr befinden. Aber ist das ein Grund, hinterher auch mit den Schafen zu blöken?

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Nichts ist verloren, solange man es nicht aus dem Wind schlägt.

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Wer zuletzt lacht, hat's nicht eher begriffen.





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